Arbeits­schwerpunkte und Angebote des FASD-Fach­zentrums

Wir begrüßen Sie herzlich auf dieser Website zum Thema Fetale Alkoholspektrum-Störungen (FASD). Das FASD-Fachzentrum baut auf der Arbeit mit durch Alkohol im Mutterleib geschädigten Kindern, Jugendlichen, Erwachsenen sowie ihren Angehörigen auf, die seit zwanzig Jahren im Evangelischen Kinderheim Sonnenhof in Berlin Spandau beheimatet ist. Wir planen unsere Angebote, in den nächsten Jahren weiter auszubauen. Auf dieser Website stellen wir Ihnen Kerninhalte unserer Arbeit vor. Wir möchten Ihnen gerne Hilfestellung geben, um von FASD betroffene Menschen zu erkennen und Ihnen bestmögliche Unterstützung und Förderung zu geben.

Unsere Schwerpunkte sind:

  • Informationen für Betroffene, Eltern/Angehörige und Fachöffentlichkeit
  • Weiterentwicklung von pädagogischen und therapeutischen Interventionsmöglichkeiten für Kinder und Jugendliche mit FASD
  • Entwicklung und Aufbau von Angeboten für Erwachsene mit FASD
  • Entwicklung von Angeboten der Prävention
  • Fortbildung für verschiedene Zielgruppen
  • FASD Diagnostik für Erwachsene und Beratung im Rahmen unserer FASD-Sprechstunde
  • Ausbau von Vernetzung und Zusammenstellung neuer Informationen gemeinsam mit unseren Kooperationspartnern
  • Entwicklung von Ideen für Forschungsvorhaben im deutschsprachigen Raum

Auf den folgenden Seiten finden Sie Informationen rund um das Thema alkoholbedingter Behinderung.

Direkte Ansprechpartnerinnen sind:

Dipl. Psych., PP Gela Becker, fachliche Leitung FASD FachzentrumDipl. Psych., PP Gela Becker,
Fachliche Leitung Ev. Verein Sonnenhof e.V.
FASD Fachzentrum, FASD-Sprechstunde
E-Mail: fasd-gb@ev-sonnenhof.de


Dipl.-Psych., PP Ellen ScholzDipl.-Psych., PP Ellen Scholz,
Supervision und Fortbildung
E-Mail: scholz.ellen@gmx.net


FASD im Evangelischen Verein
Sonnenhof e.V.

Träger des FASD-Fachzentrums ist der Evangelische Verein Sonnenhof e. V.. Der Sonnenhof hat sich seit Mitte der 90er Jahre auf die integrative/inklusive Betreuung von Kindern spezialisiert, die durch Alkohol in der Schwangerschaft geschädigt worden sind. Daraus ging 2007 die deutschlandweit erste Wohngemeinschaft für junge Erwachsene mit FASD hervor, die wir 2008 um betreutes Einzelwohnen erweitert haben und der 2012 unsere zweite FASD-Wohngemeinschaft gefolgt ist.

Aus unseren täglichen Erfahrungen mit den vielfältigen Auswirkungen von Fetalen Alkoholspektrum-Störungen, entwickelten wir 2007 gemeinsam mit Prof. Dr. Hans-Ludwig Spohr die deutschlandweit erste Beratungsstelle für alkohol­geschä­digte Kinder. Dank der Förderung durch die Aktion Mensch und das Diakonische Werk Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz konnten wir als einzige Institution in Deutschland FASD nach internationalem Standard entsprechend dem 4-Digit Diagnostic Code diagnostizieren. 2009 wurde von uns das erste internationale FASD-Symposium auf deutschem Boden in der Berliner Charité veranstaltet.

Unsere Beratungsstelle ging Anfang 2010 in die Trägerschaft der Stiftung für das behinderte Kind über. Ihre Arbeit wurde Bestandteil des Zentrums für Menschen mit angeborenen Alkoholschäden mit Sitz in der Berliner Charité. Heute ist das Zentrum für Menschen mit angeborenen Alkoholschäden dem Sozialpädiatrischen Zentrum (SPZ) der Charité angegliedert.

2012 wurde die unter Mitarbeit unserer Expertinnen Gela Becker und Jessica Wagner erarbeitete S-3Leitlinie veröffentlicht. Sie stellte sicher, dass die FASD-Diagnostik von Kindern und Jugendlichen heute Teil der Regelversorgung in den SPZs ist und über Krankenschein abgerechnet werden kann.

Da die Diagnostik der Erwachsenen mit FASD noch nicht in die Regelversorgung aufgenommen ist, fühlen wir uns erneut in die Pflicht genommen. Ab 2014 bieten wir im Rahmen unserer FASD-Sprechstunde die Diagnostik von Erwachsenen nach internationalen Standards an. Wir verfolgen das gesundheitspolitische Ziel, dass auch die FASD-Erwachsenendiagnostik Teil der Regelversorgung wird, und flankieren dies mit unseren Fortbildungsangeboten.