Pressekonferenz zur Vorstellung des neuen Handbuches “Fetale Alkoholspektrumstörung – und dann?” mit der Drogenbeauftragten der Bundesregierung Frau Marlene Mortler MdB

15.03.2016

FASD Deutschland, die Patienten- und Elternvertretung, die an der Erstellung ebenfalls beteiligt war, wurde durch die Pflegemutter Frau Jeschek vertreten. Frau Mortler betonte das außergewöhnliche Engagement aller, die an diesem Handbuch mitgewirkt haben und dessen Bedeutung.

Ein Buch, das verständlich und praxisorientiert für die Betroffenen geschrieben wurde und von Menschen mit FASD miterarbeitet wurde sei ein Ansatz, der viele erreichen könne. Die Aufklärung zur ganzheitlichen Abstinenz während der Schwangerschaft müsse weiterhin voran getrieben werden, denn 100% Abstinenz, so Frau Mortler, bedeute im Falle von FASD eine hundertprozentige Sicherheit, dass diese Behinderung nicht auftreten kann. Frau Becker betonte außerdem die hohe Bedeutung des Buches für die Sensibilisierung der Hilfefelder und Verbesserung der Versorgung sowie als Unterstützung für die Identität der Betroffenen, die dieses Buch haben kann. Herr Ter Horst wies auf die Bedeutung der Gynäkologen für die Diagnosestellung und damit die frühen Hilfen für die von FASD betroffenen Kinder hin.

Zwei Bewohner des Sonnenhofes mit FASD, die mit vielen anderen an der Erstellung des Handbuches beteiligt waren, nahmen angeregt an den anschließenden Gesprächen teil.

Das bundesweit erste Handbuch für Betroffene ist in leichter Sprache überarbeitet und kann beim Download in größerer Schriftgröße als in der Druckversion heruntergeladen werden.

Das Format des Handbuches passt gut in jede Tasche, ist robust und bietet neben psycho-edukativen Hilfen, direkt kleine Arbeitsblätter und Anregungen, wie man den Alltag für sich, als Mensch mit FASD, leichter gestalten kann.

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